Gedanken zum Monatsspruch Januar

Gott spricht: meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken,

der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.

1. Mose 9,13

Das Zeichen eines Bundes zwischen Menschen - also untereinander - kann alles Mögliche sein, ein spezieller Gruß, ein Zeichen mit der Hand, ein Statut, ein Gesetz, ein Emblem, ein Wappen. Am gleichen Zeichen erkennt man einen Bundesgenossen, einen Freund, einen Gleichgesinnten. Für uns Christen ist es vielleicht ein Kreuz, ein "Jesus lebt"-Kennzeichen, ein Fisch am Auto.

Aber nichts ist so eindrücklich wie ein Zeichen am Himmel, welches wir sehen, wenn Sonne und Regen sich in bestimmter Art und Weise zueinander begegnen - wie nach dem großen Regen der Sintflut, und zwar der Regenbogen. Das ist ein mächtiges Sinnbild für den Bund, den Gott mit den Menschen eingegangen ist.

Ein Bund zwischen zwei Vertragspartnern bedeutet immer, dass beide Parteien Verpflichtungen übernehmen. Bei Gott liegt die Verpflichtung, die Erde zu schützen und ein weltweites Überschwemmungsunglück zu vermeiden. Der Mensch soll auf der anderen Seite dankbar sein und Gott lieben. Gott hält diesen Bund weiterhin, doch die Menschen scheren sich allermeist nicht um irgendwelche Verpflichtungen Gott gegenüber. Ja, sie haben den Planeten gar schon so weit gegen die Wand gefahren, dass es auf der einen Seite Überschwemmungen gibt und auf der anderen Seite Dürre. Da kann sich Gottes Zeichen, sein Regenbogen, nicht zeigen. Erst, wenn es ein gewisses ausgewogenes Verhältnis zwischen Sonne und Regen gibt.

Wir müssen es zulassen und fördern, dass sich Zeichen seiner Gegenwart zwischen uns zeigen, nicht nur der Regenbogen, sondern auch Liebe und Geduld, Frieden, Verständnis und Zuwendung zum Nächsten.

Th. Holtz