Gedanken zum Monatsspruch August

         Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

Matthäus 10,7 

Dieses Wort lässt uns in zwei Richtungen denken, eine zeitliche und eine örtliche, wenn man so will. Wenn wir das so hören, denken nicht wenige an die Wiederkunft Christi in einer nahen, aber dennoch nicht be-stimmbaren Zukunft - und damit verbunden an das Ende unserer schönen Erde. Besonders in schweren Zeiten der Menschheitsgeschichte kamen einem dies Wort wichtig vor - z. B. im Dreißig-jährigen Krieg, als Europa schon einmal in Schutt und Asche lag, oder im Ersten und besonders im Zweiten Weltkrieg. Oder als die ersten Atomraketen aufgestellt wurden.

Und immer wieder treten auch heute Gefahren ins Blickfeld, Seuchen, Kriege usw., die uns denken lassen, dass Gott doch unmöglich noch so viel Geduld mit den Menschen, die seine Erde strapazieren, haben kann. Erst jüngst traten so viel Umweltschäden zu Tage, Trockenheit und Dürre - auch bei uns, Wald-brände, das Sterben der Wälder und der Insekten usw. Vom Ozonloch spricht heute zwar keiner mehr - es existiert aber dennoch weiter. Der Platz würde hier gar nicht ausreichen, um alles aufzuschreiben,  was  unsere  Zukunft bedrängt. Doch müssen wir Angst haben? Gott geht mit uns in schweren und leichten Zeiten! Die Hände in den Schoß zu legen, hilft hier aber auch nicht weiter, schließlich sollen auch unsere Kinder, Enkel und Urenkel ein gutes Leben auf Gottes schöner Welt haben, sauberes Wasser und saubere Luft, eine intakte Natur. Um diese zu erhalten, bedarf es einiger Anstrengung.

Der zweite Aspekt dieses Bibelspruchs ist ein räumlicher; Gottes Reich ist auch einfach die Gegenwart Gottes. Gott ist uns in Christus nahegekommen, damit ist das Himmelreich nur einen Steinwurf, ach, nicht mal den, wahrscheinlich nur ein Gebet, von uns entfernt. Das Himmelreich ist nicht nur ein guter Ort in der Zukunft, in dem alle Sorgen vergessen sind, sondern auch - durch Jesus - schon mitten in uns. Alles, was wir hier erleben, lässt uns schon etwas von der ewigen Herrlichkeit erahnen. Nicht nur Freude und Gutes, sondern auch die Vergebung der Schuld, ein befreites Leben mit Jesus. Das sollen die Jünger, aber auch wir verkündigen: Gott ist viel näher bei uns, als wir ahnen, und jeder darf Hoffnung haben.