Monatsspruch für Oktober

Wer auch nur in irgendeiner Form Nachrichten von einer Person im Internet empfängt oder irgendwie im Netz unterwegs ist, hatte schon Berührung mit der neuen Datenschutzverordnung. Man muss zustimmen, wenn man zum Beispiel von einer Organisation weiterhin E-Mails empfangen will oder diese persönliche Daten sammeln dürfen.Man kann sich dem verschließen oder auch öffnen.Für Gott ist keine Firewall unüberwindbar, wir sind für ihn, wie man in vordigitaler Zeit sagte, ein offenes Buch. Dennoch registriert und achtet er jede Sperre oder Wand, die wir zu ihm hin aufstellen. Erst, wenn wir uns ihm öffnen und sagen, lese in mir und bring mein Leben in Ordnung, kann er einschreiten. Nun, nicht immer persönlich, aber durch Menschen, die uns wie Engel erscheinen, oder durch Engel, die uns menschlich entgegenkommen. Gerade unser Schreien und unsere Not, sind ja die Frequenzen, die besonders schnell zu Gott durchdringen. Aber wir sollten auch das Danken und Loben nicht vergessen,das ist besonders angenehm in Gottes Ohren.  Dies kennen wir ja auch aus dem menschlichen Umfeld, da hört man ein Lob und ruhige Worte auch lieber als zum Beispiel ein Schreien oder jemand den, der sich lauthals beschwert.  Wir müssen uns mit unseren geheimen Daten und Gedanken vor Gott nicht schämen, auch nicht, wenn sie nicht ganz korrekt sind.Wer einmal einen Virus auf dem Computer hatte, weiß, wir nervig der sein kann. Er versteckt sich in irgendeiner Ecke der Festplatte und schlägt zu, wenn man es nicht erhofft, da muss dann alles gereinigt werden. Auch böse alte Gedanken, die sich tief irgendwo in unserem Innern verstecken, müssen von unserem Herrn aller Daten hervorgeholt und vernichtet werden. Weder unsere Sorgen und Nöte, unser Sehnen und Hoffen, noch unsere Freude sind Gott verborgen, wenn wir uns ihm öffnen und ihm sagen: hier, bring du alles bei mir in Ordnung.

                                                                Thomas Holtz