Monatspruch für Januar 2020                                                             

                 " Gott ist treu."

 

Wir Menschen, ob wir an Gott glauben oder nicht, haben alle ein Bedürfnis nach Halt, Verlässlichkeit, Sicherheit. Das ist eigentlich mit Treue gemeint, eine Verbindlichkeit, die trägt und hält. Obwohl man heute kaum noch was von Treue hört, scheint diese Sehnsucht uns Menschen inne zu wohnen. Dies kommt sehr klar in dem Titel „Irgendwas bleibt“ der Gruppe Silbermond zum Ausdruck:

“Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit in einer Welt, in der nichts sicher scheint, gib mir in dieser schnellen Zeit irgendwas, was bleibt.“

Wir gehen in ein neues Jahr und freuen uns schon auf so manches. Vieles liegt aber auch im Dunkel, was gut so ist. Und obwohl wir in einem Land mit recht gesicherten Verhältnissen leben, müssen wir doch auch sehen, dass nichts selbstverständlich ist, dass wir Bewahrung brauchen. Auch die Lage in der Welt ist nicht sicherer geworden: nationalistische Bestrebungen, Flüchtlingsströme, wieder zunehmende Aufrüstung, Militarisierung des Weltalls. Und all das im 21. Jahrhundert, wo die Menschheit noch nie so viel Wissen und Erfahrung hatte wie heute. Persönlich haben wir auch alle schon erlebt, dass auf Menschen nicht unbedingter Verlass ist. Viele Beispiele aus dem Alten Testament zeigen uns, dass der Mensch grundsätzlich nicht zuverlässig, vertrauenswürdig ist.  Wer oder was kann uns dann Sicherheit geben? Der neue Monatsspruch erinnert uns, kurz und knackig, aber eindeutig: Gott ist treu. Um das deutlich zu machen, ist er einen Bund mit dem Volk Israel eingegangen. Er hat Führung, Hilfe und seinen Segen zugesagt. Die Geschichte Gottes mit Israel ist eine Parallele zu unserem Leben. Gott erweist auch uns seine Güte und Treue. Er führt sein Volk auf eine „grüne Weide“ (Erfüllung in diesem Leben) und in das verheißene Land (in Ewigkeit bei ihm). Gehen wir auf Abwegen, so bleibt das zwar nicht ohne nachteilige Auswirkungen, aber wir fallen nicht aus dem Schutz Gottes. Er bleibt treu, auch wenn wir untreu sind (2. Tim. 2,13). Gott ist in sich selbst treu, wahrhaftig, unveränderlich, der Fels, Verlass, eine Garantie.Und in seinem Sohn, Jesus Christus, hat er seinen Bund der Liebe erneuert. Mit  seiner  Auferweckung  hat  er sein Erlösungswerk bestätigt. In der Vergebung erleben wir seine Liebe und Treue. Und viele gute Zusagen sind uns in Aussicht gestellt. So ist uns seine Nähe alle Tage zugesichert. Auch will er unsere Treue zu ihm belohnen: “Wer meinem Worte treu bleibt, dem werde ich die Krone des Lebens geben“ (Offb. 2,10). Mit der Zusage seiner Treue können wir zuversichtlich ins neue Jahr gehen.                                                                                                                                                                                                                          Steffen Böttger