Gedanken zum Monatsspruch Februar

Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins

Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an

uns offenbart werden soll.                                                  (Römer 8, 18) 

                                                                                 

Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden dieser Zeit „nichts bedeuten“, so wird es in einer Bibelübersetzung nach Luther gesagt. Krass, ist das wirklich so, dass Leiden nichts bedeuten, nicht ins Gewicht fallen? Leiden im Großen und im Kleinen, Naturkatastrophen, Tsunamis, Krankheitsepedemien

Der Nebenmann (der neben mir stand) ist plötzlich nicht mehr da. Bei der Katastrophe zu Weihnachten 2018 sagte ein Musiker weinend, die Hälfte seiner Band sei weg. Familien wurden zerrissen. Oder  da  gibt es brennende Wälder. Prominente Leute habenplötzlich alles verloren, nicht nach dem Geldwert allein; auch Andenken, Erinnerungen, vieles, was zum Leben gehörte, die Vergangenheit ist plötzlich weg. Das kann ins Herz treffen. Jetzt sind es die Schneemassen, die gefährden (einige Menschen kamen ums Leben).Wir könnten so fortfahren. Leid im Großen, dann aber auch im Kleinen, bedeutet das nichts? Da ist jemand von einer schlimmen Krankheit betroffen,  die einer  Katastrophe gleichkommt, ein anderer hat einen schweren Verlust erlitten. Manches kann wieder gut werden, anderes nie mehr. Wie kann Paulus diese Worte in seinem Brief an die Gemeinde in Rom schreiben? Gerade der Apostel Paulus hat selbst viel erlitten, Verfolgung durch Menschen, Gefahren auf seinen Reisen, er war in Gefangenschaft und er ist nicht einer, der Schlimmes weglächelt. Nein: er will ermutigen, er will die Hoffnung stärken, dass die Christen durchhalten. Die Leiden und Schwierigkeiten der 'Jetzt-Zeit' könnten die zukünftige Herrlichkeit in den Schatten stellen, dass wir nicht mehr durchsehen. Paulus legt die vielen Leiden und die künftige Herrlichkeit bei Gott (einmal angekommen im Himmel) auf die Waagschale. Und die Herrlichkeit wiegt viel schwerer, ist übergroß. Wir sind unterwegs dahin, wo es Leid und Schmerz nicht mehr geben wird. Das wird offenbar werden, das werden wir erleben. Und bis dorthin ist Gott der Herr dabei. In Römer 8, 28, also im selben Kapitel wie unser  Bibelwort anfangs, heißt es, dass "denen, die Gott lieben, alles zum Guten verhilft ". In Vers 35 ist gesagt, dass nichts uns von Gottes Liebe trennen kann. Viele können sagen: „Durch alles bin ich mit seiner Hilfe immer wieder durch gekommen“.Und ich sage das auch! Das habe ich bis jetzt erlebt. In diesem Vertrauen will ich bleiben, wollen wir bleiben.                                                  

                                                                                           Gisela Merkel