Gedanken zum Monatsspruch September

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Vor kurzem waren wir mit Verwandten in Potsdam-Sanssouci, besichtigten das Schlosss selbst und auch das Neue Palais. Wenn man es noch nicht selber gesehen hatte, konnte man sich nicht vorstellen, in welcher verschwenderischer Pracht frühere Herrscher gelebt hatten. Da gab es Räume, in denen heutzutage ein ganzes Einfamilienhaus samt Grundstück Platz hätte. In unseren Tagen stecken die Gelder der Superreichen auch in schicken Villen, aber auch in Autos, Hubschraubern und Yachten, Auslandskonten, Gold und Diamanten. Und es geht um immer mehr Macht und Einfluss in der Welt. All das ist aber vergänglich und nützt uns auf unserem letzten Weg wenig. Abgerechnet wird am Ende der Zeiten, und da wiegt das Ganze gar nichts mehr, nur noch die Liebe, die wir unserem Nächsten entgegenbrachten und das Vertrauen zu unserem Herrn Jesus Christus. Begütert zu sein, ist zwar auf der einen Seite angenehm, aber auch gefährlich. Reichtum erzeugt nicht selten die Gier nach immer mehr. Und auf diesem Wege nimmt man auch gern unsaubere, betrügerische, ja, kriminelle Mittel in Kauf. Gelegenheiten gibt es viele, das gilt im Kleinen und im Großen. Auch jeder von uns ist versucht, wegen eines materiellen Vorteils willen ein klein wenig zu schummeln, sei es das beim Finanzamt oder im Betrieb. Das alles führt uns von Gott weg, belastet unser Gewissen und beschädigt die Seele. Gott möge uns helfen, an diesen Klippen vorbei zu segeln, damit unsere Seele keinen Schaden nimmt.        

Thomas Holtz