Monatsvers

" Da weinte Jesus."

Die Bibel (Johannes 11, 35)

Jeus weint
Statue in Oklahoma City - Statue of Jesus with his head down as if he is weeping

Jesus war Gottes Sohn, er ist Gott, Vater – Sohn – Heiliger Geist und

der dreieinige Gott weint.


Ich bin so froh, Christ zu sein. Mit Jesus begann eine neue Zeit. Mein Gott kam uns Menschen so nahe. Er wurde auch Mensch.
Er, der einmal alle Tränen endgültig abwischen wird, nimmt hier an unseren Tränen teil. Unfassbar – einzigartig, nur im Christentum möglich, im Islam z. B. undenkbar. Allah weint nicht!

Schaut man den Textzusammenhang an, die Auferweckung des Lazarus, dann kommt jedoch auch Jesu Größe und Macht zum Ausdruck. Jesus ist der Herr über den Tod. Unser Jesus wirkt mächtig.
Er ist vom „Glauben“ zum „Schauen“ gekommen, so sagen wir, wenn ein Christ gestorben bzw. „heimgegangen“ ist. Das geht nicht ohne innere Anfechtungen, Trauer und Kämpfe. Erst recht hier, wo das Umgekehrte geschehen soll. Jesus wird von einer ebenso heftigen wie tiefen inneren Erregung ergriffen.
Sie richtet sich gegen den Tod, dem seit dem Sündenfall alles Leben ausgeliefert ist. Aber er kennt auch den Preis, den er zu entrichten hat (sein sündloses Sterben am Kreuz), um den Tod zu bezwingen.
Auf seine Tränen gab es gespaltene Reaktionen. Einige sahen die tiefe Liebe zu Lazarus, Maria und Martha, seinen Schwestern. Andere dachten, er könne Blinde sehend machen, aber für Lazarus tat er nichts. Weder Jesu Freunde noch seine Gegner halten für möglich, was er im Begriff ist zu tun. Selbst Maria und Martha denken nur natürlich. Tod ist Tod.
Als man seine Weisung befolgt und das Grab des Lazarus öffnete, hebt Jesus seinen Blick zum Himmel – und dankt. Er ruft Lazarus ins irdische Leben zurück.
Das ist der göttliche Machtbeweis (Johannes 11, 32–45).

Matthias Laps

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